Veranstaltungsdatum:

13.06.2019 - 24.06.2019


Öffnungszeiten:

17.00 - 21.00 Uhr



Eintritt: 0.00 €



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Sommerfest

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Galerie Sonnensegel zeigt viele neue Arbeiten der Kunstschüler

 

Es war der Tag der Kinder in der Galerie Sonnensegel. Zur Ausstellungseröffnung leuchteten im ganzen Haus die Kunstwerke, die die jungen Künstler im Laufe des vergangenen Jahres geschaffen haben. 168 Malereien, Grafiken und Plastiken haben die Kunstlehrerinnen Marina Block und Martina Stein am Vortag aufgehängt.

Mehr als 100 Werke und neue Theaterstücke – das haben die Kinder und Jugendlichen in der Galerie Sonnensegel erarbeitet.

Es war auch der Tag von Marina Block. „25 Jahre lang hat sie in der Jugendkunstgalerie Kinder unterrichtet und ihnen die Freude am künstlerischen Schaffen vermittelt“, würdigt Galerieleiter Matthias Frohl ihre Tätigkeit. Nun habe sie das Rentenalter erreicht und werde auf die Seite der Freunde und Förderer wechseln, so hofft er.

Die Kinder in den Kursen von Martina Stein haben sich mit der Ausstellung des Comiczeichners Jens Harder zum Thema „Evolution“ auseinander gesetzt. Entstanden sind beeindruckende Grafiken und Collagen auf schwarzem Tonpapier mit silber- oder kupferfarbenen Folien.

„Blumen, Blätter, Wiesen, Käfer“ war das Motto in den Kursen von Marina Block. Karlotta Bartels (11) und Greta Horschig (10) toben ausgelassen durch die Ausstellung. Die beiden Mädchen sind stolz auf ihre Malereien, wie beispielsweise die „Figurine“ von Greta oder ihren quietschbunten Käfer. Dem dicken braunen Käfer von Jona Wach möchte man in Natura wohl lieber nicht begegnen, so gefährlich wirken seine Beißzangen.

Da die Richtlinien für Jugendkunstschulen seit 2015 vorschreiben, dass auch Darstellendes Spiel wie Theater und Tanz angeboten wird, betreut Michelle Schmidt Sonnensegelkinder in verschiedenen Theaterkursen. „Wir treffen uns bei mir zu Hause im Theaterraum und reden sehr intensiv miteinander“, berichtet die Theatermacherin über ihre Arbeit mit den Jugendlichen.

So kam es zu einer Sammlung von Ideen, die die Jugendlichen beschäftigen, wie Liebe heutzutage oder die Welt und wie sie sich verändert. In Kooperation mit Brandenburger Schulen sind daraus Szenencollagen entstanden, die beim Sommerfest in der Gotthardtkirche aufgeführt wurden.

„Das Leiden an der Liebe“ haben Sonnensegler, die das Von-Saldern-Gymnasium oder die Oberschule Nord besuchen, ihre Produktion genannt. Liebeskummer gab es schon immer. Doch die moderne Technik macht ihn noch schlimmer. Wenn der Freund oder die Freundin nämlich einfach per Handy Schluss macht, dann ist die Verzweiflung besonders groß.

„Die Welt im Wandel“ ist der Titel des Stückes, das Sonnensegler, die die Tschirch-Oberschule besuchen, aufgeführt haben. „Wer nicht sieht, wird nicht gesehen“, verkündet eine Stimme von der Empore. Es folgen Reflexionen über Ursprung und Natur der Zeit.

 

Musik- und Tanzeinlagen zum Moskau-Song, eine babylonische Sprachverwirrung zweier Darsteller, die in verschiedenen Sprachen sprechen, ein Foto soll für die Neuen Medien gemacht werden, „Warum?“ „Einfach nur so.“ Die Sehnsucht nach Frieden wird proklamiert und am Schluss steht die Erkenntnis, dass man sich von Zwängen befreien kann.

Die Sommerausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Galerie zu sehen – montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr.

 

Von Ann Brünink, MAZ, 17.06.2019

Stand: 24.06.2019


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